Ein Gastbeitrag vom Zentrum für Künstliche Intelligenz Lübeck (ZKIL)

Die Universität zu Lübeck hat sich als KI-Standort erfolgreich etabliert. Dass dabei der Technologietransfer in die Wirtschaft groß geschrieben wird, zeigt die rasante Entwicklung des letzten Jahres. Mehrere neue Schnittstellen wurden zwischen Universität und Wirtschaft geschaffen, um den Wissenstransfer zu fördern und die benötigte Infrastruktur für KI-Projekte bereitzustellen. Die Maßnahmen dafür sind vielfältig, um auch kleine und mittelständische Unternehmen zu erreichen. Neue Institutionen und Projekte sind entstanden mit den Namen Zentrum für Künstliche Intelligenz Lübeck (ZKIL), KI-SIGS , DFKI Außenstelle, KI-Lab und M4KK. Wie Sie unter den vielen Begriffen die Orientierung behalten, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Zentrum für Küstliche Intelligenz Lübeck

Im Lübecker KI-Ökosystem sind zahlreiche Akteure und Institutionen beteiligt. Um die KI-Aktivitäten der Universität und der Kliniken des UKSH zu bündeln, wurde das Zentrum für Künstliche Intelligenz gegründet. Es wird von Instituten und Kliniken gebildet, die ihre KI-Projekte und KI-Forschungsvorhaben gemeinschaftlich koordinieren.

KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme

Um die erforschten Technologien in der Wirtschaft direkt nutzbar wurde das Projekt KI-SIGS ins Leben gerufen. Es bietet eine Plattform für KI im Gesundheitswesen und erprobt die Einbindung von KI-Technologie in die klinische Landschaft. Somit legt sie den Grundstein, KI sinnvoll für das Wohl der Patienten einzusetzen. Das Erfolgsrezept für den Transfer liegt in den konkreten Projekten mit Firmen aus dem Medizinsektor. In enger Zusammenarbeit sollen auf diese Weise erste Produkte, die KI nutzen, zur Marktreife gebracht werden.

Lübeck wird DFKI Außenstelle

Basierend auf diesen Erfolgen hat das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Lübeck eine Außenstelle mit Spezialisierung auf KI in Medizin und Medizintechnik errichtet. Mit seiner Mission 'KI für den Menschen' wird Lübeck das Land Schleswig-Holstein bei der Anwendung von Technologien der Künstlichen Intelligenz nach vorn bringen.

Infrastruktur durch das KI-Lab

Die Entwicklung KI intensiver Produkte benötigt große Mengen an Rechenkapazitäten. Das KI-Lab hat dazu ein hochseetaugliches Flaggschiff anzubieten, einen PetaFLOPS-Rechner für den KI-Standort Lübeck. Neben der DGX A100 gibt es im KI-Lab noch eine DGX2, sowie zwei DELL Server mit jeweils 4x Nvidia Tesla V100. Die Investition mit einem Gesamtumfang von etwa einer halben Millionen Euro soll das KI-Ökosystem vervollständigen, das sowohl der lokalen Wirtschaft, als auch der Universität zu Lübeck nutzt.

Die Vernetzung mit dem Mittelstand

Ein weiterer Baustein des Transfers von KI Expertise in die Wirtschaft bildet das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Kiel. Es steht kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Digitalisierung beiseite und unterstützt insbesondere bei KI Themen. Dort liefert die Universität zu Lübeck den federführenden Beitrag, bietet KI-Seminare an und führt gemeinsame Projekte mit Industriepartnern durch.

Lübeck baut seinen KI-Standort ständig weiter aus. Maßnahmen und Projekte bündeln sich zu einem dichten Geflecht, das den Innovationsmotor der Region noch stärker ankurbeln soll. Zu weiteren Informationen schauen Sie gerne auf zkil.uni-luebeck.de vorbei, wo Sie sich zu den KI-Aktivitäten der Region Lübeck informieren können.


Autor:
Christoph Linse | Koordinator des Zentrums für Künstliche Intelligenz Lübeck (ZKIL)
Co-Autor:
Prof. Dr. rer. nat. Thomas | Vorsitzender des Zentrums für Künstliche Intelligenz Lübeck (ZKIL)

https://www.zkil.uni-luebeck.de/zkil/